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Das Ansetzen von Blutegeln ist eine sehr alte Therapie. Schon unsere Urahnen mussten bemerkt haben, dass durch den Biss der Blutsauger viele chronische Leiden gebessert wurden.
Bilder von Blutegeln befinden sich schon auf den Wänden altägyptischer Gräber.
Innerhalb der Naturheilkunde führten Blutegel über die letzten Jahrzehnte eine Schattenexistenz. Nur wenige naturheilkundliche Ärzte und Heilpraktiker erinnerten sich an die Heilwirkung des Egelansetzens und führten die Therapie noch durch, nicht zueltzt, weil die Therapie im 19. Jahrhundert aufgrund des übermäßigen Gebrauchs ("Vampirismus") in Verruf geraten war.
Moderne klinische Studien belegen mittlerweile, dass Blutegel eine gute schmerzstillende Wirkung bei Gelenkarthrosen haben. Dabei entspricht die schmerzstillende Wirkung zum Beispiel bei Kniegelenksarthrose nach einmaligem Ansetzen der Wirksamkeit konventioneller Schmerzmittel, hält jedoch im Gegensatz zu diesen bis zu mehreren Wochen bis Monate an.
Die Blutegeltherapie eignet sich bei:
• Kniegelenkarthrosen, Schultergelenkarthrosen, Daumengrundgelenkarthrosen, Sprunggelenkarthrosen
• Tendinitis und Bursitis (z.B. Tennisellenbogen), Rückenschmerzen
• zur Verbesserung der Wundheilung, z.B. postoperativ
• Abszedierenden Entzündungen (z.B. Furunkulose)
• Postthrombotischem Syndrom, Rezidivierende Thrombophlebitiden
Die Blutegeltherapie wird leider von den gestzlichen Krankenkassen nicht bezahlt und ist eine Privatleistung (Abrechnung nach GOÄ). |
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